Vom Wald das Beste. – Nationalparkregion Bayerischer Wald
Spaziergang um die Trinkwasser-Talsperre in Frauenau

Trinkwasser-Talsperre Frauenau

Trinkwasser-Talsperre Frauenau

Die Trinkwassertalsperre Frauenau (ca. 70 Mio € Baukosten) entstand in den Jahren 1974 – 84; sie ging 1983 in Betrieb. Der über 80 m hohe Staudamm, zum Bauzeitpunkt der höchste Steinschüttdamm in der Bundesrepublik Deutschland, staut den Kleinen Regen und den Hirschbach zu einem See mit fast 22 Mio. m³ Inhalt auf. Das dort gespeicherte Wasser dient vor allem der öffentlichen Wasserversorgung.

Über einen ca. 85 m hohen Entnahmeturm wird das Wasser über Rohrleitungen der Aufbereitungsanlage des Zweckverbandes Wasserversorgung Bayerischer Wald auf der Flanitzalm zugeführt. Hier wird das Rohwasser zum Trinkwasser. Aus der Talsperre werden jährlich etwa 8 Mio. m³ Wasser an den Zweckverband abgegeben.

Die Talsperre dient aber zugleich auch dem Hochwasserschutz. So wird der Staudamm auch ständig überwacht. Wichtigste Einrichtung dazu ist ein Kontrollgang, der unter dem gesamten Damm an der Gründungssohle auf 720 m Länge hindurchgeführt ist. Vorsperren an Hirschbach und Kleinem Regen halten Treibholz und Laub schon vor dem Stausee zurück. Das Tal des Kleinen Regen liegt sehr hoch. Bei einem Stauziel von 767 m über NN kann fast das gesamte Versorgungsgebiet mit natürlichem Gefälle erreicht werden.

Um die Talsperre vor schädlichen Einflüssen zu bewahren, hat das Landratsamt Regen ein Wasserschutzgebiet festgesetzt. Deshalb ist auch das Betreten der Ufer untersagt und Jagen und Fischen verboten.

Für Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer ist die Talsperre - sowie das angrenzende Schachte- und Hochmoorgebiet des Nationalparks Bayerischer Wald - aber ein lohnendes und erlebenswertes Wanderziel zu jeder Jahreszeit.

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