Verstärkter Wasserrückhalt im Wald – Wissenschaftlicher Vortrag
Der Klimawandel verstärkt Starkregenereignisse und verlängert Trockenphasen im Sommer. Schäden können durch eine gezielte Rückhaltung und Speicherung von Niederschlagswasser im Wald abgemildert werden: Ein verminderter Oberflächenabfluss und eine verstärkte Wasserspeicherung verbessern den Wasserhaushalt nicht nur lokal, sondern können sich auch auf unterliegende Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen positiv auswirken. Der Hochwasserabfluss bei Starkregen kann verringert, die Grundwasserneubildung gefördert und die Wasserversorgung der Wälder in Trockenphasen stabilisiert werden. Gleichzeitig können durch einen verstärkten Wasserrückhalt Gewässer und ihr Umfeld sowie Feuchthabitate ökologisch aufgewertet und so an den Klimawandel angepasst werden. Auch von der forstlichen Bewirtschaftung gehen Stressfaktoren für den Wasserhaushalt der Wälder aus: Waldbauliche Eingriffe und die Befahrung mit schwerem Erntegerät können den Boden und das hydrologische Regime negativ beeinflussen. Sie bieten aber gleichzeitig auch die Möglichkeit, durch gezielte Anpassungen negative Effekte abzupuffern oder den Wasserhaushalt zu verbessern. Der Vortrag stellt mögliche Maßnahmen zum dezentralen Wasserrückhalt im Wald und zu einer wasservorsorgenden Waldbewirtschaftung vor, hilft bei der Einschätzung des organisatorischen und technischen Aufwands und gibt Hinweise zur Planung und Umsetzung.
Veranstaltungsort
Veranstalter
Haus zur Wildnis, Nationalpark Bayerischer Wald
Haus zur Wildnis, Nationalpark Bayerischer Wald
Eisensteinerstraße 20
Lindberg