Vom Wald das Beste. – Nationalparkregion Bayerischer Wald
Der Weg ist das Ziel

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Der Weg ist das Ziel

Der Bayerische Wald als Erholungsquelle für Jedermann.
Damit das auch so bleibt, braucht es gegenseitige Rücksichtsnahme und Verständnis!

"Jeder hat das Recht auf den Genuss der Naturschönheiten und auf die Erholung in der freien Natur", und das sogar gesetzlich! Wo es allerdings Rechte gibt, gibt es auch Pflichten: "Bei der Ausübung dieses Rechts ist zugleich jeder, ebenfalls gesetzlich verpflichtet, mit Natur und Landschaft pfleglich umzugehen. Dabei ist auf die Belange der Grundstückseigentümer und Nutzungsberechtigten Rücksicht zu nehmen."

Dabei ist es ganz egal, welche Art von Naturgenuss ausgeübt wird, sei es Wandern, Radfahren oder Reiten.

Auf den markierten Wegen bleiben

Am umweltschonendsten wandert man in den Sommermonaten auf markierten Wegen, also auf Pfaden, die mit einem offiziellen Piktogramm des Nationalparks gekennzeichnet sind. Im Kerngebiet gilt darüber hinaus die Regel: Das Ver¬lassen der Wege ist verboten.

Wildcampen, Baden und Lagerfeuer verboten!

Nicht erlaubt ist aus Naturschutzgrün¬den das Baden in allen Gewässern des Nationalparks. Ebenso verboten ist wildes Campieren sowie offenes Feuer. Die Beunruhigung im Wald stört seltene Arten, durch Funkenflug kann ein Lagerfeuer Waldbrände verursachen und wertvolle Natur zerstören.

Keinen Müll zurücklassen!

Müll hat in der Natur nichts zu suchen. Er braucht teilweise nicht nur mehrere Jahr¬zehnte, um sich zu zersetzen, er ist auch gefährlich. Ein achtlos weggeworfener Zigarettenstumpen zum Beispiel kann 50 Liter Trinkwasser verunreinigen. Deshalb: Nehmen Sie ihren Müll bitte mit nach Hause.

Lärm vermeiden!

Für die schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt ist es wichtig, dass sich Besucher mit der gebotenen Ruhe in der Natur bewegen. Das laute Abspielen von Mu¬sik oder generelles Lärmen führt zu einer erhöhten Störung.

Auf die Ausrüstung achten!

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist ein Mittelgebir¬ge, hier kann das Wetter oft sehr schnell umschlagen. Daher muss unbedingt auf eine passende Ausrüstung geachtet werden! Im Rucksack haben sollte man eine (digitale) Karte, Getränke, ein vollständig aufgelade¬nes Mobiltelefon, ein Erste-Hilfe-Set und ausreichend warme Schlechtwetterkleidung.

Das Tageslicht ausnutzen!

Die Natur braucht nachts Verschnaufpausen. Da¬her sollten Besucher ihre Ausflüge im Nationalpark tagsüber planen. Werden empfindliche Tiere durch grelle Stirnlampen oder laute Geräusche nachts auf¬geschreckt, erhöht das deren Stresslevel signifikant.

Rücksicht auf Andere nehmen!

Damit das Miteinander von Wanderern und Radfahrern gut funktioniert, müssen alle aufeinander Rücksicht nehmen. Das heißt, dass Rad fahren nur auf markier¬ten Radwegen erlaubt ist. Nur an einigen Stellen im Schutzgebiet verlaufen Rad- und Wanderwege auf derselben Trasse. Dort sollten Wanderer nie die ganze Wegbreite ausnutzen und Radfahrer stets bremsbereit sein.

Auf welchen Wegen sind wir unterwegs?

Überwiegend handelt es sich um Privatwege. Die Eigentümer dulden unentgeltlich die Markierungen des Wegenetzes. Im Gegenzug bleiben Naturgenießer, die Gäste auf diesem Grundstück sind, auf den markierten Wegen.

Quer durch den Wald; schlechte Idee?

Auf alle Fälle ist das eine schlechte Idee!
In Wäldern lauern oft sichtbare aber auch für Laien relativ unsichtbare Gefahren. Da es sich überwiegend um bewirtschaftete Privatwälder handelt und nicht um Erholungsgebiete, finden auch keine Wegsicherungen im Wald statt. Aufforstungsarbeit ist eine schweißtreibende und gefährliche Tätigkeit, deshalb auch im Hinblick auf die eigene Sicherheit besser auf markierten Wegen bleiben!

Wiesen & Felder besser nicht betreten - Warum?

Auf Wiesen und Feldern werden Lebensmittel und Futtermittel angebaut. Frisches Gras, Heu und Silage sind Hauptnahrungsmittel von Rindern und anderen Nutztieren und bilden somit die Grundlage hochwertiger Lebensmittel wie Milch oder Fleisch.

Bei nur einmaligen hindurchgehen wird das Gras niedergetreten, was die Maht erschwert. Passiert das öfter und in größerem Ausmaß, beginnt im schlimmsten Fall ein Teufelskreis: der Ertrag und somit Futter fällt aus; andere Wiesen müssen öfter gemäht werden; durch intensivere Nutzung geht die biologische Vielfalt der Wiesen verloren.

Hundekot ist 'Scheiße'?

Der Kot des Hundes ist nicht nur "Scheiße", sondern auch gefährlich! Es können Erreger wie Salmonellen, Parasiten oder Hundebandwurm vorhanden sein, die sowohl bei Mensch als auch bei Tier zu Erkrankungen führen. Kommt ein Rind über's Futter mit einem dieser Erreger in Kontakt, können schwerwiegende Schäden an den Tieren entstehen. Folgen sind Fehlgeburten, Missbildungen, Notschlachtungen aber auch finanzielle Konsequenzen durch Milchliefersperren.

Aber auch für Gehbehinderte und Sehschwache birgt der Hundekot eine Gefahrenquelle. Gelingt ein Ausweichen nicht, ist ein Ausrutschen und dadurch ein direkter Hautkontakt möglich.

Abgesehen vom Hundekot sollten Vierbeiner zusammen mit dem Hundehalter, am besten an der Leine, auf den ausgeschilderten Wegen bleiben. Ein buddeln von Löchern verursacht Schäden an Pflanzen und ggf. landwirtschaftlichen Maschinen. Generell ist ein Anleinen empfohlen, da es sehr viele Menschen gibt, die große Angst vor Hunden haben und ebenfalls dem Recht auf Naturgenuss nachgehen wollen.

Es gilt ebenso die gültige Hundeverordnung zu beachten.

Wieso ist Abfall in der Natur 'Müll'?

Because plastic is not fantastic - generell gilt: Abfälle jeglicher Art gehören nicht in die Natur!
Verletzungs- und Vergiftungsrisiko für Tiere und Schäden an landwirtschaftlichen Flächen entstehen. Zusätzlich können bestimmte Gegenstände wie Glasflaschen schwerwiegende Brände auslösen. Egal wo, Müll sieht unschön aus, ist nur ärgerlich sowie gefährlich und wird sogar gesetzlich mit Bußgelder bestraft!

Allgemein gilt:

Die Natur ist kein Ort der besucht wird - sie ist unser Zuhause!

Und auf das müssen wir uns alle, für uns und unsere Kinder, aufpassen und pfleglich behandeln.

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