Das Raimundsreuter Hinterglasbild

Eine Form der Malerei ist das Malen hinter Glas. Das Glas als Malgrund verlangt vom jeweiligen Maler besondere Fertigkeiten. Das Bild wird auf der Rückseite seitenverkehrt und von vorne nach hinten gemalt. Von vorne gesehen verleiht das Glas dem Bild eine besondere Leuchtkraft.
Der 1713 in Schönbrunn geborene Tobias Peterhansl, von Beruf Maurer, erlernte die Hinterglasmalerei bei seinem Schwiegervater Simon Hilgart. Im Winter 1758/1759 übersiedelte er mit seiner Familie endgültig nach Raimundsreut. Tobias Peterhansl gilt als der Begründer der Raimundsreuter Hinterglasmalerei.
Mit seinen Söhnen Bernhard und Johann Paul und seinem Schwager Johann Kaspar Hilgart entstand in den letzten Jahrzehnten des 18. bis ins 1. Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts das klassische Raimundsreuter Hinterglasbild, das bis heute Maßstab vollendeter, beachtenswerter Volkskunst ist.
Fortgeführt wurde die Hinterglasmalerei von Bernhard Peterhansls Sohn Josef und dessen Söhnen Franz und Josef.


Der Vertrieb

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden von den Raimundsreuter Malerfamilien jährlich bis zu 40.000 Hinterglasbilder gefertigt. Diese wurden von Hausierern, den so genannten „Kranern“, nach Süddeutschland und ins benachbarte Ausland verkauft.


Der Ausstellungsraum

Der Ausstellungsraum der Raimundsreuter Hinterglasmalerei befindet sich in der Ortschaft Neuraimundsreut und wird von Frau Nußhart Josephine betrieben. In diesem Ausstellungsraum befinden sich die Originalen Raimundsreuter Hinterglasmalerei, die vor ca. 200 Jahren von den Raimundsreuter Taferlmalern hergestellt wurden.



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